Wenn Zöliakie zu Hautproblemen führt

Wer eine Zöliakie Diagnose erhält, muss leider damit rechnen, dass bei ihm eines Tages auch Dermatitis herpetiformis Duhring (DHD) diagnostiziert wird. Denn diese Hauterkrankung tritt oft im Rahmen einer glutensensitiven Enteropathie auf. Jedoch hauptsächlich immer dann, wenn die Zöliakie asymptotisch, also nicht als Primärerkrankung, vorhanden ist. DHD tritt meistens in den mittleren Lebensjahren auf, wobei Männer 1,5 Mal häufiger davon betroffen sind als Frauen.

Symptome

DHD macht sich oft durch rote Pusteln und Blasen bemerkbar, welche zum Teil symmetrisch über Körperstellen wie beispielsweise Knie, Ellenbogen, Schultern, Stirn, Rücken und Unterarmen verteilt sind. Die betroffenen Stellen jucken, tun weh und brennen. Der Juckreiz ist teilweise so stark, dass Betroffene die Bläschen auf kratzen, was dann zu einer Krustenbildung führen kann. Über die Ursachen von DHD ist bisher noch nichts bekannt.

Diagnose

DHD ist eine Hauterkrankung, die nur sehr selten auftritt, und sich zu Beginn durchaus auch krankheitsuntypisch bemerkbar machen kann. Aufgrund dieser Seltenheit und den zu Beginn untypischen Symptomen wird die Diagnose DHD häufig erst recht spät gestellt und stattdessen werden aufgrund der ähnlichen Symptome andere Erkrankungen wie zum Beispiel Ekzeme oder Prurigo diagnostiziert oder zumindest vermutet.

Um DHD sicher nachweisen zu können, muss etwas von den, in der Haut vorhandenen IgA-Ablagerungen, entnommen und in ein Speziallabor geschickt werden.

Therapie

Die Behandlung einer DHD erfolgt in Form einer Verabreichung von den Sulfonamiden Sulfamethoxypyridazin und Sulfapyridin und des Medikaments Dapson. Hat man eine Zöliakie Diagnose erhalten, sollte die betroffene Person zudem auf eine glutenfreie Ernährungsweise umsteigen. Auf die Zöliakie Diagnose und die Zöliakie selbst hat das Medikament Dapson keinen Einfluss, aber es können diverse Nebenwirkungen auftreten. Deshalb wird auch empfohlen, vor und während der Einnahme dieses Medikaments Blutuntersuchungen durchführen zu lassen. Es besteht die Chance, dass die DHD bei der richtigen Medikamentierung komplett wieder abheilt.

Mit Jod sparsam umgehen

Da Jod DHD auslösen beziehungsweise auch verstärken kann, sollten Betroffene versuchen, so gut wie möglich auf Jod zu verzichten, ohne dabei den täglichen Jod-Mindestbedarf zu unterschreiten. Die betroffenen Hautstellen können mit desinfizierenden Salben, Teerpräparaten und Lotionen, die den Juckreiz reduzieren, eingecremt werden. Außerdem sollten die verwendeten Hautpflegeprodukte auf den jeweiligen Hauttyp zugeschnitten sein.

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